Was ist ein Clawback?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Im Investmentbereich begegnet einem häufig der Begriff Clawback. Besonders bei Startup-Investments ist es wichtig zu verstehen, was dahinter steckt und wie es die Rendite oder Rückzahlung beeinflussen kann.

Woher stammt der Begriff Clawback?

Clawback bedeutet wörtlich übersetzt „zurückkrallen“. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Englischen und hat sich in der Finanzwelt etabliert. Bei Startup-Investments geht es darum, Zahlungen oder Anteile, die bereits geleistet wurden, unter bestimmten Bedingungen zurückzufordern. Das klingt vielleicht nach Raubtier-Mentalität, aber in vielen Fällen dient es dem Schutz aller Beteiligten.

Ergänzende Informationen zum Thema

Clawback-Klauseln bei US-Startups betreffen praktisch meist Rückkaufrechte für unverfallte Gründeranteile, nicht garantierte Rückzahlungen an Investoren.

Ein häufiger Fehler ist das Verwechseln von Clawback mit Reverse Vesting; rechtlich und wirtschaftlich sind das unterschiedliche Mechanismen mit anderen Folgen.

Ohne fristgerechte 83(b)-Wahl kann rückkaufbares Gründeraktien-Vesting erhebliche Steuerfolgen auslösen, obwohl kein Liquiditätszufluss entsteht.

Bei Exits kollidieren Rückforderungsmechanismen oft mit Beschleunigungsregeln und Liquidationspräferenzen; unklare Rangfolgen führen regelmäßig zu Streit über die Erlösverteilung.

Für börsennotierte US-Gesellschaften gelten seit 2023 zwingende SEC-Recoupment-Regeln für fehlerhaft bemessene variable Vorstandsvergütung; das ist kein typisches Startup-Regime.

Im aktuellen Venture-Markt bleiben Liquiditätsdruck und längere Haltedauern hoch; deshalb gewinnen sekundäre Verkäufe, strukturierte Präferenzen und saubere Vesting-Dokumentation an Bedeutung.

Wann tritt ein Clawback in Kraft?

Überraschenderweise tritt ein Clawback nicht einfach so ein. Er ist an klare vertragliche Vereinbarungen gekoppelt. Bei Startups könnte das z.B. bedeuten, dass Gründer ihre Anteile zurückgeben müssen, wenn bestimmte Meilensteine nicht erreicht werden. Oder Investoren bekommen ihr Geld zurück, falls das Unternehmen Pleite geht. Clawbacks sind also eine Art Airbag im wilden Fahrgeschäft der Startup-Welt.

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Warum sind Clawback-Klauseln wichtig?

Clawback-Klauseln sind wie Sicherheitsnetze in einem Zirkus. Falls etwas schiefgeht, sind sie da, um Verluste zu minimieren. Gerade in einem unsicheren Marktumfeld wie bei Startups bieten sie Anlegern eine zusätzliche Sicherheit. Es ist, als hätte man eine Rückfahrkarte, wenn man sieht, dass der Zug auf ein totes Gleis fährt. Investoren können so beruhigter in risikoreiche Projekte einsteigen.

Was ist der Unterschied zwischen Clawback und Earn-out?

Ein Missverständnis gibt es oft zwischen Clawback und Earn-out. Earn-out bedeutet, dass Gründer zusätzlich Geld erhalten, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Es ist also ein Bonus. Clawback hingegen bedeutet Rückgabe oder Rückzahlung, wenn Bedingungen nicht erfüllt werden. Während das eine den Himmel verspricht, ist das andere der Fallschirm, wenn man abstürzt.

Wie werden Clawback-Klauseln verhandelt?

Clawback-Klauseln sind nicht in Stein gemeißelt, sondern Verhandlungssache. Investoren und Gründer setzen sich zusammen und diskutieren die Bedingungen. Es geht darum, klare Regeln und Ziele zu definieren. Ein bisschen wie ein Vertrag mit deinem Fitnesscoach: Wenn du nicht abnimmst, bekommst du dein Geld zurück. Beide Parteien müssen genau wissen, worauf sie sich einlassen.

Beispiele für Clawback-Klauseln in der Praxis?

Ein praktisches Beispiel: Ein Investor steckt Geld in ein Tech-Startup. Die Vereinbarung lautet, dass das Unternehmen in zwei Jahren einen bestimmten Umsatz erreichen muss. Geschieht das nicht, greift die Clawback-Klausel. Der Investor kann sein Geld zurückfordern oder Anteile beanspruchen. So bleibt das Risiko des Investments überschaubar.

Danach wird auch oft gesucht:

Vesting, Exit-Strategien, Earn-out, Convertible Notes, Aktienoptionen, Due Diligence, Liquidationspräferenz, Meilensteinfinanzierung, Anteilsverkäufe, Drag-Along-Rechte

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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Founder der
DRIVE Ventures GmbH