Was ist Common Stock?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Common Stock, auch Stammaktien genannt, sind die am häufigsten ausgegebenen Aktien bei Unternehmen, insbesondere bei Startups. Diese Aktien repräsentieren einen Bruchteil des Eigentums am Unternehmen und berechtigen den Inhaber zu Stimmrechten auf den Hauptversammlungen. Dies bedeutet, dass Common Stock-Inhaber eine Stimme pro Aktie haben, um über unternehmenswichtige Entscheidungen wie die Wahl des Vorstands abzustimmen.

Im Gegensatz dazu haben Preferred Stock-Halter – Vorzugsaktien – typischerweise keine Stimmrechte. Dafür genießen sie aber finanzielle Vorteile, etwa bei der Dividendenauszahlung, die vor den Common Stock-Dividenden ausbezahlt werden. Preferred Stock hat auch bei der Liquidation eines Unternehmens Priorität über Common Stock, was bedeutet, dass Vorzugsaktionäre zuerst bezahlt werden. Kurz gesagt, wenn du höhere finanzielle Sicherheit bevorzugst, könnte Preferred Stock attraktiver sein. Wenn du jedoch aktiv am Unternehmensgeschehen teilhaben möchtest, ist Common Stock wahrscheinlich die bessere Wahl.

Welche Rechte haben Inhaber von Common Stock?

Inhaber von Common Stock haben verschiedene Rechte, die sie aktiv an den Geschicken des Unternehmens, in das sie investiert haben, teilnehmen lassen. Zum einen gibt es das Stimmrecht. Wie bereits erwähnt, berechtigt jede Stammaktie den Inhaber zu einer Stimme bei Unternehmensentscheidungen. Dann gibt es das Recht auf Dividenden, sofern das Unternehmen beschließt, diese auszuzahlen. Dividenden für Common Stock werden jedoch erst nach den Dividenden für Preferred Stock ausgezahlt.

Auch das Bezugsrecht ist von Bedeutung. Es ermöglicht bestehenden Aktionären, neue Aktien zu erwerben, bevor diese öffentlich angeboten werden, und hilft somit, den Anteilseignern ihre Beteiligungsquote zu wahren. Schließlich können Common Stock-Inhaber am Unternehmenswertzuwachs partizipieren. Sollten die Unternehmensergebnisse steigen, kann der Wert der Aktien entsprechend zulegen, was beim Verkauf der Aktien zu einem Kapitalgewinn führen kann.

Ergänzende Informationen zum Thema

Zusätzliche Lücken betreffen vor allem Mitarbeiterbeteiligung, Emissionsrecht, Exit-Besteuerung, Verwässerungsschutz und Marktstandards. Bei Startups ist Common Stock für externe Investoren oft unüblich; professionelle Frühphasenfinanzierungen laufen häufig über Preferred Shares oder SAFEs, weil diese Liquidationspräferenzen und Sonderrechte abbilden. Ein praktischer Punkt fehlt ebenfalls: Gründer sollten vor jeder Ausgabe die Cap Table, Vesting-Regeln, ESOP-Poolgröße und künftige Verwässerungsszenarien modellieren, weil spätere Down Rounds Mitspracherechte und Motivation stark belasten können. Rechtlich relevant ist außerdem, dass bei privaten US-Unternehmen Mitarbeiteraktien und Optionen häufig unter Rule 701 fallen; ab mehr als 10 Millionen US-Dollar Ausgabewert in zwölf Monaten greifen zusätzliche Offenlegungspflichten. Ebenfalls wichtig: Zu viele Anteilseigner können in den USA ab bestimmten Schwellen eine Registrierungspflicht nach dem Exchange Act auslösen. Steuerlich fehlt der Unterschied zwischen allgemeiner Aktienbesteuerung und startup-spezifischen Sonderregeln wie Qualified Small Business Stock nach Section 1202 in den USA, die bei erfüllten Voraussetzungen erhebliche Exit-Gewinne begünstigen können. In der EU gehört außerdem der Prospektpunkt dazu: Öffentliche Aktienangebote können je nach Volumen, Mitgliedstaat und Zielgruppe prospektpflichtig werden, auch wenn nationale Ausnahmen unterhalb bestimmter Schwellen bestehen. Schließlich fehlt ein häufiger Fehler aus der Praxis: Stammaktien werden oft mit echter Kontrolle verwechselt, obwohl Schutzrechte, Board-Sitze, Vetorechte und Informationsrechte regelmäßig in Beteiligungsverträgen und nicht in der Aktiengattung selbst festgelegt werden.

Wie wirkt sich Common Stock auf die Finanzierungsstruktur eines Startups aus?

Die Ausgabe von Common Stock ist ein beliebtes Mittel für Startups, um Kapital einzuwerben, ohne Schulden aufzunehmen. Bei einer Eigenkapitalfinanzierung über Common Stock gibt das Unternehmen neue Anteile aus und verkauft diese an Investoren. Dies erhöht das Eigenkapital des Unternehmens, ohne die Belastung durch Zinszahlungen, die mit Fremdkapital verbunden wären.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass jede neue Aktienausgabe einen Verwässerungseffekt hat. Das bedeutet, dass der Anteil jedes bestehenden Aktionärs am Unternehmen kleiner wird, wenn neue Aktien ausgegeben werden. Es ist daher wichtig, abzuwägen, wie viel Eigenkapital ein Unternehmen auf diese Weise aufbringen möchte, um den verwässernden Effekt so gering wie möglich zu halten. Trotz dieser Verwässerung kann die Ausgabe von Common Stock ein kraftvolles Werkzeug sein, um notwendiges Kapital zu beschaffen und Investoren an sich zu binden, die langfristig an den Erfolg des Startups glauben und es unterstützen wollen.

Joel und Marcel
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Welche steuerlichen Implikationen gibt es beim Halten von Common Stock?

Beim Halten und späteren Verkauf von Common Stock fallen verschiedene steuerliche Implikationen an. Dividenden, die aus Common Stock gezahlt werden, sind in der Regel einkommenssteuerpflichtig. Sie werden in Deutschland in der Einkommensteuererklärung unter den Einkünften aus Kapitalvermögen aufgeführt und unterliegen der Kapitalertragssteuer.

Verkauft man die Aktien und erzielt dabei einen Gewinn, so unterliegt dieser Gewinn der Abgeltungssteuer. Dabei handelt es sich um eine pauschale Steuer auf Kapitalerträge, die in Deutschland 25 % beträgt, zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer. Es kann daher strategisch sinnvoll sein, die Steuerfreibeträge voll auszuschöpfen und gut zu planen, wann und wie viele Aktien verkauft werden, um die steuerliche Belastung zu minimieren. Zudem gelten bestimmte Haltefristen, die beachtet werden sollten, um steuerliche Vorteile zu nutzen.

Warum ist Common Stock für Startup-Investoren attraktiv?

Für Investoren bietet Common Stock einige ansprechende Vorteile. Zum einen bieten sie dividendenbasierte Einnahmen und die Möglichkeit von Kapitalgewinnen. Besonders in einem Wachstumsunternehmen können diese Gewinne erheblich sein, wenn das Unternehmen erfolgreich ist und der Aktienkurs steigt.

Zum anderen gibt Common Stock Investoren ein Mitspracherecht und verzahnt ihre Interessen stärker mit denen des Unternehmens. Das ist besonders attraktiv für Investoren, die nicht nur finanziell, sondern auch strategisch an der Entwicklung und dem Wachstum des Unternehmens teilnehmen wollen.

Schließlich bieten Common Stock Investoren auch die Erfahrung, Teil eines aufregenden und dynamischen Unternehmensaufbaus zu sein. Dies ist oft mit einem hohen persönlichen Engagement und Enthusiasmus verbunden, welches die finanzielle Investition ergänzt. Diese Kombination aus finanziellen und emotionalen Faktoren macht Common Stock zu einer attraktiven Investitionsmöglichkeit, besonders im Bereich der Startup-Investments.

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Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

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