Was sind Current Liabilities?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Wenn Sie sich in die aufregende Welt der Startup-Investitionen begeben, stoßen Sie wahrscheinlich auf viele Fachbegriffe. Einer davon ist „Current Liabilities“. Aber was bedeutet das eigentlich genau?

Welche Verbindlichkeiten fallen unter „Current Liabilities“?

Bei „Current Liabilities“ sprechen wir von den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Das sind Schulden, die innerhalb eines Jahres oder eines Geschäftszyklus beglichen werden müssen. Dazu gehören Dinge wie Lieferantenverbindlichkeiten, kurzfristige Kredite, und Löhne, die bezahlt werden müssen. Auch Steuern und Zinsen, die bald fällig sind, zählen dazu. Die genaue Definition kann je nach Bilanzierungsstandard etwas variieren, aber im Großen und Ganzen geht es immer um Verbindlichkeiten, die in absehbarer Zeit beglichen werden.

Ergänzende Informationen zum Thema

Kurzfristige Verbindlichkeiten beeinflussen Covenants und Going-Concern-Prüfungen; Investoren prüfen daher Fälligkeiten mindestens zwölf Monate ab Abschlussfreigabe besonders streng.

Supplier-Finance-Programme können operative Schulden verdecken; unter IFRS sind dafür inzwischen zusätzliche Liquiditätsangaben und Zuordnungen in den Verbindlichkeiten erforderlich.

Kreditverstöße können eigentlich langfristige Schulden kurzfristig klassifizieren, wenn sie zum Bilanzstichtag kündbar sind; das verschlechtert Kennzahlen abrupt.

Leasing, variable Vergütungen, Umsatzabgrenzungen und Rückstellungen werden bei Startups oft als Nebenposten unterschätzt, obwohl sie kurzfristige Zahlungsabflüsse bündeln können.

Wichtiger Praxisfehler: nur die Summe betrachten; entscheidend ist die Fälligkeitsstruktur nach Wochen und Monaten, nicht bloß die Jahresgrenze.

Als Vergleichsgröße ist der Quick Ratio oft aussagekräftiger als das Current Ratio, weil Vorräte und aktivierte Kosten bei Startups schwer liquidierbar sein können.

Steigende Zinsen erhöhen nicht nur neue Kredite, sondern auch kurzfristige Zins- und Tilgungsbelastungen aus variabel verzinsten oder überbrückenden Finanzierungen.

Wie unterscheiden sich „Current Liabilities“ von „Long-term Liabilities“?

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Current Liabilities und Long-term Liabilities. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei den langfristigen Verbindlichkeiten um Schulden, die mehr als ein Jahr Bestand haben. Diese können etwa Hypotheken, Langzeitkredite und Anleihen umfassen. Kurzfristige Verbindlichkeiten sind dagegen auf schnelle Tilgung ausgelegt. Sie sind quasi die Instantnudeln der Unternehmensfinanzen – schnell da, müssen aber auch schnell wieder weg.

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Warum sind „Current Liabilities“ für Investoren relevant?

Für Investoren sind die Current Liabilities ein wesentlicher Indikator. Warum? Weil sie Aufschluss darüber geben, ob ein Unternehmen kurzfristig zahlungsfähig ist. Wenn ein Startup hohe kurzfristige Verbindlichkeiten hat, aber nicht genügend liquide Mittel, um diese zu begleichen, könnte das ein rotes Tuch sein. Andererseits, wenn das Unternehmen seine kurzfristigen Schulden souverän managt, zeigt das organisatorische Stärke. In der Welt der Startups, wo Liquidität oft knapp ist, kommt diesem Aspekt eine besondere Bedeutung zu.

Wie wirken sich „Current Liabilities“ auf die Bewertung eines Startups aus?

Die Bewertung eines Startups hängt stark von dessen finanzieller Stabilität ab. Dabei spielen die Current Liabilities eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wenn diese Verbindlichkeiten übermäßig hoch sind, kann das die Bewertung negativ beeinflussen. Kein Investor möchte sein Geld in ein Startup stecken, das kurz vor dem finanziellen Kollaps steht. Eine sinnvolle Strukturierung und Überwachung dieser Verbindlichkeiten kann daher der Schlüssel zum Erfolg – oder zum Scheitern – eines Unternehmens sein.

Welche typischen Beispiele für „Current Liabilities“ gibt es bei Startups?

Gerade bei Startups stößt man auf einige typische Beispiele für Current Liabilities. Dazu gehören unbezahlte Lieferantenrechnungen und Steuerschulden. Oft gibt es auch Kurzzeitkredite, die zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgenommen wurden. Ein weiteres Beispiel wäre das Gehalt, das bald an die Mitarbeiter ausgezahlt werden muss. Die genaue Zusammensetzung dieser Verbindlichkeiten kann stark variieren, je nachdem in welchem Stadium sich das Startup befindet und in welcher Branche es tätig ist.

Danach wird auch oft gesucht:

Liquidität, Bilanz, Aktiva, Passiva, Eigenkapital, kurzfristige Schulden, Anlagevermögen, Cashflow, Geschäftsjahr, Working Capital

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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