Was ist ein Debenture?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Debentures sind eine spezielle Form von Schuldverschreibungen, die von Unternehmen ausgegeben werden, um Kapital zu beschaffen. Besonders für Startups kann dies eine attraktive Möglichkeit sein, um Investitionen zu sichern. Anders als Aktien, die einen Anteil am Unternehmen verbriefen, stellen Debentures einen Kredit dar, den das Unternehmen über die Vergabe von festverzinsten Wertpapieren aufnimmt.

Wie funktionieren Debentures?

Debentures sind unbesicherte Schuldverschreibungen, was bedeutet, dass sie keine spezifischen Vermögenswerte des Unternehmens als Sicherheit hinterlegen. Stattdessen basiert die Sicherheit der Anlage auf der Kreditwürdigkeit und der allgemeinen Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Investoren kaufen diese Wertpapiere und erhalten im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nominalbetrags am Ende der Laufzeit.

Ergänzende Informationen zum Thema
  • Für Startups ist ein öffentliches Debenture-Angebot meist unrealistisch; private Platzierungen unter Wertpapierrechts-Ausnahmen sind in der Praxis deutlich üblicher.

  • Wandlungsrechte, Bewertungs-Caps und Discount-Klauseln können spätere Finanzierungsrunden verkomplizieren und Down-Rounds oder Streit über Verwässerung auslösen.

  • Bei grenzüberschreitenden Investoren entstehen zusätzliche Hürden durch Prospekt-, Angebots- und Vertriebsvorschriften; dieselbe Struktur ist nicht in jedem Markt zulässig.

  • Unbesicherte Startup-Fremdfinanzierung scheitert oft an fehlender Bonität, Covenants oder Mindestumsätzen; Revenue-Based Financing oder SAFEs sind häufiger praktikable Alternativen.

  • Fehlerquelle: zu späte Abstimmung mit Steuer- und Gesellschaftsrecht; Wandlungsmechaniken können Bilanzierung, Zinsabzug und Cap-Table-Logik gleichzeitig beeinflussen.

  • Regulatorisch gewinnt digitale Investor-Kommunikation an Bedeutung; elektronische Zustellung von Angebotsunterlagen und Berichten wird für Emittenten operativ relevanter.

  • Marktseitig verschärfen höhere Refinanzierungskosten und selektivere Kreditvergabe die Preisbildung; junge Unternehmen zahlen für Fremdkapital stärker risikodifferenzierte Konditionen.

Welche Arten von Debentures gibt es?

Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Debentures: Convertibles und Non-Convertibles. Convertible Debentures erlauben es den Investoren, ihre Schuldverschreibungen in Aktien des Unternehmens umzuwandeln, oft zu einem vorher festgelegten Kurs. Diese Option kann besonders vorteilhaft sein, wenn das Unternehmen erfolgreich ist und der Aktienkurs steigt. Non-Convertible Debentures bieten diese Umwandlungsoption nicht, haben dafür aber oft höhere Zinssätze, um attraktiv für die Investoren zu bleiben.

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Warum könnten Startups Debentures verwenden?

Startups nutzen Debentures, um Kapital zu sichern, ohne Anteile am Unternehmen abzugeben. Dies kann besonders für Gründer attraktiv sein, die nicht bereit sind, die Kontrolle über ihr Unternehmen zu vermindern. Darüber hinaus ermöglichen Debentures eine flexible Finanzierungsstruktur, die je nach Bedarf angepasst werden kann. Debentures sind oft schneller und einfacher zu arrangieren als andere Finanzierungsformen wie Bankkredite oder traditionelle Börsengänge.

Was sind die Risiken von Debentures?

Investoren sollten sich der Risiken bewusst sein, die mit dem Kauf von Debentures verbunden sind. Da Debentures unbesichert sind, besteht ein höheres Ausfallrisiko im Vergleich zu besicherten Schuldverschreibungen. Wenn das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät, haben Debenture-Halter keine vorrangigen Rechte auf Unternehmensvermögen. Dies macht eine sorgfältige Prüfung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens und seiner Geschäftsstrategie erforderlich.

Wie unterscheiden sich Debentures von Anleihen?

Debentures und Anleihen werden oft verwechselt, da beide Wertpapiere zur Mittelbeschaffung genutzt werden. Der wesentliche Unterschied liegt in der Sicherheit: Anleihen sind oft besichert und geben dem Investor im Falle eines Zahlungsausfalls Anspruch auf bestimmte Vermögenswerte des Unternehmens. Debentures hingegen sind unbesichert und basieren hauptsächlich auf der Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Diese Unterscheidung kann erhebliche Auswirkungen auf die Risikobewertung und die Zinskonditionen haben.

Wie beeinflusst eine Umwandlung in Aktien die Investoren?

Wenn Convertible Debentures in Aktien umgewandelt werden, ändert sich die Natur der Anlage erheblich. Der Investor wird nun Miteigentümer des Unternehmens und profitiert direkt von dessen Wachstum und Gewinnen. Dies kann besonders lukrativ sein, wenn das Unternehmen Erfolg hat und der Aktienkurs steigt. Auf der anderen Seite verliert der Investor den festen Zins, den die Debentures bieten, und trägt nun das volle Risiko von Aktieninvestitionen.

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Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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Founder der
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