Was ist ein Disclosure Schedule?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Ein Disclosure Schedule ist ein essenzielles Dokument in Startup-Investments. Es wird oft im Zusammenhang mit Due-Diligence-Prozessen verwendet und dient dazu, spezifische Angaben und Offenlegungen zu einem Unternehmen zu machen, die in einem solchen Vertrag dargestellt und verhandelt werden.

Welche Informationen enthält ein Disclosure Schedule?

Im Kern listet der Disclosure Schedule alle relevanten Informationen auf, die ein potenzieller Investor über den aktuellen Zustand des Unternehmens wissen sollte. Dazu gehören Details zu rechtlichen, finanziellen und operativen Aspekten. Typische Informationen könnten Haftungen, ausstehende Rechtsstreitigkeiten, wichtige Vertragsbeziehungen oder geistiges Eigentum sein. Das Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und mögliche Risiken für den Investor aufzuzeigen.

Ergänzende Informationen zum Thema

Fehlende Punkte betreffen vor allem die konkrete Arbeitsweise, neue diligencebezogene Erwartungen und typische Umsetzungsfehler. Ein Disclosure Schedule wird in der Praxis häufig abschnittsgenau an die einzelnen Representations and Warranties des Hauptvertrags gespiegelt; dadurch dient es nicht nur der Offenlegung, sondern auch als präzise Ausnahme-Liste zu einzelnen Zusicherungen. Für Folgerunden wird oft die frühere Fassung als Ausgangsbasis genutzt und nur um neue Tatsachen und neue Vertragsklauseln ergänzt. Ein häufiger Fehler ist, erst kurz vor Signing mit der Zusammenstellung zu beginnen; das verlängert Prüfprozesse und erhöht das Risiko unvollständiger Angaben. Praktisch sinnvoll ist deshalb eine laufend gepflegte Datenraum- und Vertragsorganisation, damit gesellschaftsrechtliche Unterlagen, IP-Ketten, Mitarbeiterdokumente und Materialverträge bereits vor einer Finanzierungsrunde auffindbar sind. Als inhaltlicher Trend gewinnen technologiebezogene Zusicherungen an Bedeutung, insbesondere bei KI-bezogenen Geschäftsmodellen; dadurch müssen Startups heute häufiger auch Fragen zu Trainingsdaten, Nutzungsrechten, Modellabhängigkeiten und Compliance-Folgen sauber vorbereiten. Als Vergleichspunkt ist außerdem relevant, dass in sehr frühen Finanzierungsphasen oft SAFEs statt klassischer Eigenkapitalrunden dominieren; dort ist die Dokumentation insgesamt schlanker, während umfangreiche Disclosure Schedules typischerweise bei größeren Equity- oder M&A-Transaktionen wichtiger werden.

Wofür wird ein Disclosure Schedule benötigt?

Ein Disclosure Schedule wird benötigt, um während der Due-Diligence-Prüfung eines Unternehmens volle Transparenz zu gewährleisten. Investoren wollen sicherstellen, dass sie ein fundiertes Bild des Unternehmens bekommen und potenzielle Risiken im Vorfeld identifizieren. Dieses Dokument hilft, Missverständnisse und unerwartete Überraschungen nach der Investition zu vermeiden. Es fungiert praktisch als eine Art Sicherheitsnetz.

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Wie unterscheidet sich ein Disclosure Schedule von anderen Dokumenten?

Im Gegensatz zu einem allgemeinen Business Plan oder einer Finanzaufschlüsselung ist ein Disclosure Schedule spezifischer und detaillierter. Während Business Pläne die strategischen Ziele und geplanten Maßnahmen eines Unternehmens beleuchten, liegt der Fokus des Disclosure Schedules auf der Offenlegung bestehender Fakten. Finanzaufschlüsselungen hingegen sind oft eher quantitativ, während der Disclosure Schedule qualitative Informationen enthält.

Wer erstellt den Disclosure Schedule?

Der Disclosure Schedule wird in der Regel von den Gründern des Startups bzw. deren Beratern erstellt, oft in Zusammenarbeit mit Juristen und Finanzexperten. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da jede relevante Information genau und vollständig dokumentiert werden muss. Fehler oder Auslassungen können gravierende Konsequenzen haben, sowohl für das Startup als auch für die Investoren.

Welche Risiken bestehen ohne einen Disclosure Schedule?

Ohne einen gründlich und sorgfältig erstellten Disclosure Schedule könnten Investoren überraschende Risiken eingehen. Verborgene Haftungsrisiken, unbekannte Rechtsstreitigkeiten oder nicht offengelegte finanzielle Verbindlichkeiten könnten später zu erheblichen Problemen führen. Es ist daher unerlässlich, diesen Dokumentationsprozess ernst zu nehmen und verantwortungsbewusst durchzuführen.

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Term Sheet, Due Diligence, Cap Table, Convertible Note, Exit-Strategie, Liquidationspräferenz, Vesting, Pre-Money-Bewertung, Post-Money-Bewertung, SAFE Agreement

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

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Founder der
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