Was ist Earnings Per Share?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Wenn wir in die Welt der Startup-Investments eintauchen, begegnen wir einer Vielzahl an Fachbegriffen und Kennzahlen. Eine davon ist „Earnings Per Share“ oder kurz EPS. Der Begriff mag erstmal etwas trocken klingen, ist aber in der Investmentwelt ein echter Knaller.

Wie wird der Gewinn je Aktie (EPS) berechnet?

EPS ist einfach das, was ein Unternehmen pro Aktie verdient. Konkret nimmt man den Nettogewinn und teilt ihn durch die Anzahl der ausstehenden Aktien. Das gibt dir eine Vorstellung davon, wie profitabel das Unternehmen für seine Aktionäre ist. Beispiel gefällig? Sagen wir, ein Unternehmen macht 1 Million Euro Gewinn und hat 200.000 Aktien im Umlauf. Dann ist der EPS 5 Euro. Klingt simpel, oder? Ist es auch!

Ergänzende Informationen zum Thema

Verwässertes EPS berücksichtigt zusätzlich Optionen, Wandelschuldverschreibungen und Mitarbeiteraktienprogramme; bei wachstumsstarken Firmen ist es oft aussagekräftiger als das unverwässerte EPS.

Für Startups ist EPS häufig nur eingeschränkt nutzbar, weil viele junge Unternehmen über Jahre Verluste schreiben und der Wert dann wenig über operative Qualität aussagt.

Ein häufiger Fehler ist, EPS ohne Sondereffekte zu lesen: Einmalige Verkäufe, Abschreibungen oder Steuervorteile können den Gewinn je Aktie kurzfristig verzerren.

Auch Kapitalerhöhungen verändern die Aussagekraft, weil neue Aktien den Gewinn auf mehr Anteile verteilen und das EPS dadurch sinken kann.

Für Vergleiche zwischen Unternehmen eignet sich EPS nur bedingt, wenn Branchen, Bilanzierungsregeln oder Kapitalstrukturen stark unterschiedlich sind.

Praktisch sinnvoll ist deshalb der Blick auf mehrere Kennzahlen gleichzeitig, etwa freien Cashflow, Umsatzwachstum, operative Marge und Verwässerung pro Finanzierungsrunde.

Regulatorisch wichtig ist, dass börsennotierte Unternehmen bei der EPS-Darstellung definierte Rechnungslegungsstandards einhalten müssen; alternative, bereinigte Kennzahlen sind nicht immer direkt vergleichbar.

Warum ist EPS wichtig für Startup-Investoren?

Beim Investieren in Startups möchte man wissen, ob das Unternehmen effizient arbeitet und Gewinne steigert. EPS hilft dir dabei, ein klares Bild zu bekommen. Ein steigender EPS deutet auf steigende Gewinne hin. Das bedeutet, das Unternehmen wächst und wird profitabler. Bei einer Investment-Entscheidung kann das EPS-Wachstum einer der Hauptindikatoren sein. Kurz gesagt: Gutes EPS – glücklicher Investor.

Joel und Marcel
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EPS vs. Dividende: Was ist der Unterschied?

Hier gibt’s eine wichtige Unterscheidung. Das EPS gibt an, wie viel Gewinn auf jede Aktie entfällt. Die Dividende hingegen zeigt, was davon an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Falls sich das Unternehmen entschließt, einen Großteil des Gewinns zu reinvestieren, könnte der EPS hoch, die Dividende jedoch niedrig ausfallen. Zwei Seiten derselben Medaille, aber mit unterschiedlichen Bedeutungen!

Welche Rolle spielt EPS bei der Unternehmensbewertung?

EPS ist eine der Grundlagen bei der Bewertung eines Unternehmens. Es kann helfen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zu berechnen. Nimm den Aktienkurs und teile ihn durch den EPS, um den KGV zu bekommen – eine wichtige Kenngröße, um zu sehen, ob eine Aktie fair bewertet ist. Je niedriger der KGV, desto günstiger die Aktie im Verhältnis zum Gewinn, aber Vorsicht: Ein niedriger KGV könnte auch auf Probleme hinweisen.

Was beeinflusst EPS?

Viele Faktoren beeinflussen den EPS. Da wären erstmal die Firmengewinne an sich. Aber auch Aktienrückkäufe spielen eine Rolle. Wenn ein Unternehmen Aktien zurückkauft, sinkt die Anzahl der ausstehenden Aktien. Das kann den EPS künstlich in die Höhe treiben. Deswegen: Immer einen Blick auf die Zahlen hinter den Zahlen werfen.

Danach wird auch oft gesucht:

Kurs-Gewinn-Verhältnis, Nettogewinn, Aktienrückkäufe, Dividende, Unternehmensbewertung, Finanzkennzahlen, Aktienanalysen, Startup-Finanzierung, Wachstumsstrategie.

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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Founder der
DRIVE Ventures GmbH