Was ist Private M&A?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Private M&A, also Private Mergers and Acquisitions, bezieht sich auf den Kauf und Verkauf von nicht-öffentlich gehandelten Unternehmen oder Unternehmensanteilen. Insbesondere in der Welt der Startup-Investments ist dies eine spannende und manchmal auch komplizierte Angelegenheit. Warum aber „privat“? Ganz einfach, weil es hier um Geschäfte zwischen Firmen geht, die nicht an der Börse notiert sind. Also raus aus dem Rampenlicht und rein ins unternehmerische Tagesgeschäft!

Warum sind Private M&As für Startups relevant?

Private M&As spielen im Startup-Umfeld eine essenzielle Rolle. Oft suchen Startups Kapital und Unterstützung, und genau hier kommen Investoren ins Spiel. Durch M&As können Startups nicht nur finanzielle Mittel sichern, sondern auch von Know-how, Netzwerken und Ressourcen der Investoren profitieren.

Für den Investor bietet sich die Möglichkeit, frühzeitig in vielversprechende Unternehmen zu investieren und diese weiterzuentwickeln. Und es ist kein Geheimnis: Für viele Startups ist ein erfolgreicher Exit über M&A das ultimative Ziel.

Ergänzende Informationen zum Thema
  • KI verkürzt M&A-Prozesse messbar; 56 Prozent nutzen sie bereits für Due Diligence und Bewertung, 53 Prozent fürs Deal-Sourcing.
  • Carve-outs gewinnen als Alternative zum Komplettverkauf an Bedeutung, besonders wenn Startups nur einzelne Technologien oder Teams veräußern wollen.
  • Längere Haltedauern im Private-Capital-Markt verschieben Exit-Planungen; Secondaries und Preferred Equity werden häufiger als M&A-Alternative genutzt.
  • Steuerstruktur beeinflusst Deal-Attraktivität stärker; Käufer prüfen Transaktionen früher auf steuerliche Effizienz und Netto-Rendite nach Steuern.
  • Ausländische Finanzhilfen können in EU-Deals zusätzliche FSR-Prüfungen auslösen; auch private Transaktionen können dadurch langsamer und aufwendiger werden.
  • Bei regulierten Targets steigt der Prüfungsaufwand für IT-Risiken und Drittanbieterabhängigkeiten; DORA verschärft die technische Due Diligence deutlich.
  • Häufiger Fehler: Werthebel nur im Signing-Modell zu kalkulieren; viele Studien sehen Integration, Talentbindung und Synergieumsetzung als Hauptwerttreiber.

Wie läuft ein Private M&A Prozess ab?

Ein Private M&A Prozess kann durchaus komplex und langwierig sein. Vom ersten Kontakt über die Due Diligence bis hin zum endgültigen Vertragsabschluss gibt es zahlreiche Schritte.

  1. Anbahnung: Hier kommt der erste Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer zustande. Das kann durch Vermittler, Berater oder direkt zwischen den Unternehmen selbst geschehen.

  2. Verhandlungen: Sobald beide Parteien interessiert sind, geht es in die Verhandlungsphase. Das Ziel: die besten Bedingungen für beide Seiten zu erreichen.

  3. Due Diligence: In diesem Schritt nimmt der Käufer das Unternehmen gründlich unter die Lupe. Bilanzen, Mitarbeiterverträge und vieles mehr werden geprüft.

  1. Vertragsabschlüsse: Steht alles auf soliden Füßen und sind beide Seiten zufrieden, folgt der Vertragsabschluss. Hier wird festgelegt, wieviel Geld fließt, wer welche Anteile behält und vieles mehr.

  2. Integration: Nach der Unterschrift beginnt die eigentliche, manchmal noch schwierigere Arbeit: die Integration. Abteilungen müssen zusammengelegt, Kulturen vereint und Strukturen angepasst werden.

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Welche Unterschiede gibt es zwischen Private M&A und Public M&A?

Die Begriffe mögen ähnlich klingen, doch es gibt einige fundamentale Unterschiede. Beide Arten von M&As haben ihre eigenen Regeln und Strategien.

Private M&A:

  • Findet zwischen nicht öffentlicht gehandelten Unternehmen statt.
  • Diese Deals sind oft diskreter und benötigen keine Veröffentlichung.
  • Flexiblere Verhandlungen, da weniger Regulierungen.

Public M&A:

  • Geschäfte mit börsennotierten Unternehmen.
  • Erfordert umfangreiche Offenlegungspflichten.
  • Häufig streng reguliert und öffentliches Interesse spielt eine große Rolle.

Durch diese Unterschiede ergeben sich auch verschiedene Chancen und Risiken. Während Private M&As oft schneller und flexibler sind, bieten Public M&As durch die Börsennotierung oft eine größere Sicherheit und Transparenz.

Welche Herausforderungen gibt es bei Private M&As?

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Obwohl Private M&As viele Vorteile bieten, gibt es auch Herausforderungen:

  • Kulturelle Integration: Unterschiedliche Unternehmensphilosophien können zu Reibungen führen.
  • Transparenz: Da weniger Offenlegungspflichten bestehen, besteht die Gefahr, dass wichtige Informationen übersehen werden.
  • Verhandlungen: Da es oft weniger Markttransparenz gibt, können Verhandlungen zäher und langwieriger sein.

Diese Herausforderungen sind jedoch auch Chancen für Investoren, besser informierte Entscheidungen zu treffen und wirklich wertvolle Synergien zu schaffen.

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Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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Founder der
DRIVE Ventures GmbH