Was ist Secondary Sale of Shares?

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Ein Secondary Sale of Shares, ins Deutsche übertragen als Sekundärverkauf von Aktien, ist eine Transaktion, bei der bestehende Aktionäre eines Unternehmens ihre Anteile an einen neuen Käufer verkaufen. Doch wer sind diese Verkäufer und Käufer genau und wie läuft das Ganze ab?

Wer verkauft Aktien beim Secondary Sale?

Wir sprechen hier meist von frühen Investoren, Mitarbeitern mit Aktienoptionen oder insidern des Unternehmens, die ihre Anteile verkaufen. Manchmal wollen sie ihr Portfolio diversifizieren, manchmal planen sie eine Exit-Strategie. Startups sind oft illiquide, sprich, das Kapital ist gebunden und kann durch einen Secondary Sale freigegeben werden.

Ergänzende Informationen zum Thema
  • Viele Secondary-Transaktionen scheitern an Vorkaufsrechten, Mitverkaufsrechten oder Zustimmungsklauseln; Cap Table und Satzung müssen vor Vermarktung geprüft werden.
  • Bei vinkulierten Namensaktien kann die Gesellschaft die Übertragung von ihrer Zustimmung abhängig machen; ohne Freigabe stockt der Vollzug.
  • Elektronische Namensaktien werden erst mit Umtragung wirksam übertragen; bei zustimmungspflichtigen Aktien blockiert die Registerstelle bis zur Freigabe.
  • Mitarbeiterverkäufe erfordern saubere Steuer- und Lohnsteuerprüfung, besonders bei zuvor begünstigten Beteiligungsprogrammen und aufgeschobener Besteuerung.
  • Der US-Venture-Markt bewertet Secondarys inzwischen als dritten Liquiditätskanal neben IPO und M&A; das erhöht Wettbewerbsdruck auf attraktive Anteile.
  • Private-Equity-Käufer agieren 2026 selektiver; geopolitische Unsicherheit, sinkendes Fundraising und höhere Preisdisziplin begrenzen Abschlusswahrscheinlichkeit.
  • Häufiger Fehler: Preis mit letzter Finanzierungsrunde gleichsetzen; Kontrollrechte, Liquidationspräferenzen und Informationsrechte können den fairen Secondary-Preis deutlich verändern.

Wer kauft Aktien beim Secondary Sale?

Auf der anderen Seite der Transaktion stehen meist institutionelle Investoren. Diese können Risikokapitalgeber, Fonds oder auch strategische Käufer sein, die daran interessiert sind, sich an einem vielversprechenden Unternehmen zu beteiligen, das bereits eine gewisse Reife erreicht hat. Für sie bietet der Secondary Sale eine Chance, ohne das Frühphas-Risiko einzusteigen.

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Wie läuft ein Secondary Sale ab?

Eine solche Transaktion ist oft komplexer als ein direkter Verkauf neuer Aktien durch das Unternehmen selbst. Während der Prozesse werden Kaufverträge ausgehandelt, Bewertungskriterien festgelegt und gesetzliche Anforderungen erfüllt. Nicht selten sind diese Geschäfte darüber hinaus Bestandteil einer größeren Finanzierungsrunde.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Secondary Sale?

Für den Verkäufer ist die Liquidität sicherlich ein großer Vorteil. Im Gegensatz dazu können Käufer in fortgeschrittene Unternehmen investieren und dabei frühe Risiken umgehen. Allerdings gibt es auch Nachteile: Verkäufer könnten bedeutendes zukünftiges Wachstum verpassen und Käufer müssen meist höhere Preise zahlen als in den Anfangsphasen.

Wie unterscheidet sich der Secondary Sale vom Primary Sale?

Ein Primary Sale findet statt, wenn das Unternehmen selbst neue Aktien ausgibt, um Kapital zu beschaffen. Beim Primary Sale fließt das Geld direkt ins Unternehmen und stärkt dessen Bilanz. Im Gegensatz dazu wird beim Secondary Sale of Shares lediglich Besitz übertragen, ohne das Kapital des Unternehmens zu beeinflussen.

Welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten?

In Deutschland unterliegt der Secondary Sale, genau wie andere Aktiengeschäfte, diversen gesetzlichen Regelungen. Dazu zählen unter anderem die Zustimmungspflicht des Unternehmens und die Einhaltung von Insiderhandel-Gesetzen. Zudem müssen steuerliche Aspekte berücksichtigt werden, sowohl seitens des Verkäufers als auch des Käufers.

Welche Rolle spielen Secondary Markets?

Es gibt spezielle Marktplätze und Plattformen, die sich auf den Handel von Anteilen an nicht-börsennotierten Unternehmen konzentrieren. Diese Secondary Markets bieten eine Infrastruktur, um solche Transaktionen effizient und sicher abzuwickeln. Für die Beteiligten kann dies eine wertvolle Alternative zum klassischen Börsengang oder direkten Handelsbeziehungen darstellen.

Danach wird auch oft gesucht:

Startup-Investitionen, Equity Financing, Mitarbeiterbeteiligung, Primärmarkt, Unternehmensbewertung, Aktienoptionen, Risikokapital, Exit-Strategien, M&A-Transaktionen.

Joel Burghardt & Marcel Schorr

Joel Burghardt ist SEO-Experte mit Fokus auf schnelle Umsetzung und skalierbare Wachstumsstrategien. Marcel Schorr bringt umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensentwicklung, im (IT-) Projektmanagement und in der Führung interdisziplinärer Teams mit.

Gemeinsam bieten wir Startups Kapital, praxisnahe Unterstützung und wertvolle Netzwerke für nachhaltigen Erfolg.

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Founder der
DRIVE Ventures GmbH